Pressespiegel

http://www.echo-online.de/region/darmstadt-dieburg/pfungstadt/Schwimmbad-sorgt-in-Pfungstadt-weiter-fuer-Aerger;art1297,4481969, 25.11.2013

Königswinter:

http://www.general-anzeiger-bonn.de/region/rhein-sieg-kreis/koenigswinter/Mehrheit-lehnt-Neubau-ab-article1094177.html,

Protokoll des Treffens der Lachebad-Engagierten 31.10.13 18-20 Uhr, Sportbund-Geschäftsstelle

 Teilnehmer:
Claudia Heyse
, Kinderschutzbund
Lisa Ginkel, Schwimmtrainerin TG Rüsselsheim
Michael Ginkel, SPD, Elternbeiratsvorsitzender der Alexander von Humboldt-Schule Rüsselsheim und Mitglied im Stadtelternbeirat,
Daniela Hemke, Vorstandsmitglied TG-Schwimmabteilung,Gerhard Christ-Steinicke, Verdi, Personalrat Stadt Rüsselsheim
Hans-Jürgen Krug, Attac, Linke Liste, Bündnis für soziale GerechtigkeitTimo Anschütz, Vorsitzender SG Eintracht Rüsselsheim, Lions Club
Heike Gehlhoff, 2. Vorsitzende RSC

Ingo Hühn, 1. Vorsitzender RSC

Walter Gattinger, RSC, als Vertreter von Werner Freytag, Hessischer Schwimmverband

Petra Jung, 2. Vorsitzende DLRG

Volker Schiller, 1. Vorsitzender DLRG

Anja Eckhardt, Initiative Pro Lachebad

Jörg-Dieter Häußer, Sportbund Rüsselsheim, 1. Vorsitzender

Inhalte:

Herr Krug und Frau Eckhardt überliefern der Versammlung folgende Informationen von Herrn Kaul, Klima-Kältetechnik Fachmann und Unterstützer der Lachebad-Engagierten.

Herr Kaul hatte einen Gesprächstermin bei der Stadt, bei dem ihm Gutachten und Bilder übergeben wurden. Sein Ersteindruck ist, dass ein Teil der Lüftungsanlagen tatsächlich in sehr schlechtem Zustand seien und Reparaturen mit kleinem Aufwand unwahrscheinlich erscheinen. Kommende Woche bekommt er die Gelegenheit, die Anlagen im Lachebad vor Ort anzusehen und sich dadurch ein Urteil über die in Gutachten vorliegenden Bewertungen und Kostenschätzungen zu bilden.

Festlegung der Zielsetzung des Treffens:

Ziele der Veranstaltung:

  1. Informationsaustausch
  2. Planung von kurzfristigen Maßnahmen und
  3. Wege zum Erhalt nachhaltiger Schwimmmöglichkeit aufzeigen

Herr Gattinger (RSC) berichtet, dass an der Bausubstanz des Bades nichts zu bemängeln sei. Er schlägt vor, die Lüftungsanlagen provisorisch oberirdisch zu verlegen, sodass eine kurzfristige Inbetriebnahme zumindest des Bades (ohne Erlebnishalle) möglich sein sollte.
Er teilt den Anwesenden eine Information über den Neubau des Kerpener Bades aus, aus der hervorgeht, dass dieser Badneubau für 5,2 Mio. € innerhalb von 2 Jahren realisiert wurde.

Herr Christ-Steinicke weist auf die Frist für den Haushalt 2014 hin: zwischen Dez. 2013 und März 2014 sollten Handlungsempfehlungen in die Stadtverordnetenversammlung eingebracht werden, da im März 2014 der Haushalt beschlossen wird.

Des Weiteren wird der Oberbürgermeister zitiert, dass die Freibadsaison für 2014 gesichert sei.  Außerdem ist zu erfahren, dass das Groß-Gerauer Bad in 2014 für 6 Monate schließt.

Frau Hemke schildert, dass rund 1/3 der 12-jährigen nicht schwimmen könnten und erinnert an den entsprechenden Bericht der DLRG.

Frau Eckhardt liefert Informationen über die Vorgehensweise in Bensheim. Mit sehr hohem persönlichem Engagement setzte sich der Schwimmbadleiter auf politischer Ebene gegen das Bestreben des OBs durch, den Schwimmbadbetrieb fortzuführen. Die Stadt übergab die Badverantwortung an den kommunalen Energieversorger GGEW AG. Innerhalb von 2,5 Jahren hatten sie einen Neubau des Bades mithilfe des Architekturbüros Blass (Euskirchen) durchgeführt. Sie nutzen heute ein Schwimmerbecken (6 x 25 m), einen Erlebnisbereich mit Riesenrutsche sowie einen Kleinkindbereich. Die Besucherzahlen verdoppelten sich von täglich 500 auf ca. 1000 Personen. Es werden 4,50 € Eintritt erhoben. Die Sportvereine werden an den Kosten beteiligt. Die Stadt Bensheim leistet netto einen Zuschuss von 1,2 Mio. € jährlich. Die GGEW AG ist unter diesen Bedingungen in der Lage, eine schwarze Null zu schreiben bzw. Gewinne zu erwirtschaften. Allerdings ist dies möglich geworden, da das Bad nur noch 5 Festangestellte hat und das restliche Personal über Leihfirmen beschäftigt wird, was zu verminderten Personalkosten führte.

 Kooperation mit Raunheim: In einem Telefonat äußert der Badleiter der Stadt Raunheim, Herr Karsten Jost, dass Kooperationsbereitschaft der Städte Rüsselsheim, Raunheim und Kelsterbach politisch bereits besiegelt sei und er sich diese Zusammenarbeit auf Bäderebene im Bereich Fachpersonal, Beschaffung sowie Wartungsverträgen vorstellen könne. Einem Zweckverband stehe er kritisch gegenüber, da solch ein Modell zusätzlichen Verwaltungsaufwand hervorrufe.

Über den Hochheimer Förderverein wird berichtet, dass dieser das Bad zu 100 % betreibt und die Stadt Hochheim dies mit jährlich 165.000 EUR bezuschusst (300.000 EUR weniger, als im Jahr vor der Übergabe an Betriebsausgaben). Dafür leisten die 450 Fördervereinsmitglieder Beitrag sowie rund 4000 Stunden Arbeitseinsatz für Kasse, Grünanlagen, Reparaturen und Aufsicht. Angestellt sind ein Schwimmmeister und eine Reinigungskraft.

Diesbezüglich sind die Teilnehmer der Diskussion sich darüber einig, dass ein solches Modell auf das Lachebad nicht übertragbar sei, da es dafür zu groß und zu aufwändig sei.

Eine Teilnehmerin regt an, die Stadt Eschborn als Privaten Investor zu mobilisieren, jedoch wird die Erfolgsaussicht von anderen als gering eingestuft.

Herr Hühn berichtet, dass der RSC als ehemals drittgrößter Schwimmverein in Südhessen seit der Schließung der Gerhart-Hauptmann-Schule und jetzt nochmal durch die Schließung des Lachebades mehr als 200 Mitglieder eingebüßt hat. Mit dem jetzigen Mitgliederbestand von knapp 400, Tendenz weiter abnehmend, kann der Verein auf Grund seiner finanziellen Reserven noch 3-4 Jahre „überleben“. Einnahmen durch Schwimmveranstaltungen und den starken Rückgang der Mitglieder fehlen, die Ausgaben für die externen Anmietungen für den Trainingsbetrieb zehren die Rücklagen auf.

Herr Gattinger berichtet aus Mombach, dass das Bad mit 1 Mio. € bezuschusst sei, die Vereine pro Bahn rund 50 € zahlten und Auswärtige das Dreifach aufwänden müssten. Zudem informiert er darüber, dass im Jahr  2012 das Land Hessen ca. 12 Mio. Euro für das Rüsselsheimer Bad bereitgestellt habe, die jedoch nicht abgerufen worden seien, da Eigeninvestitionen in ähnlicher Höhe erforderlich gewesen wären.

Der RSC plädiert dafür, dass im Falle, dass die Schwimmhalle kurzfristig nicht wiedereröffnet werde, zu prüfen sei, ob das Lehrschwimmbecken in der Gerhart-Hauptmann-Schule wiedereröffnet werden könne.

Die Idee einer Traglufthalle wird als unrentabel und unpraktikabel nicht weiter verfolgt.

Kurzfriste Maßnahmen

  1. Herr Kaul wird gebeten, die Möglichkeit zu prüfen, ob eine provisorische Reparatur der Lüftung möglich ist (z.B. nur für die Schwimmhalle oberirdische Lüftungsrohre zu verlegen), um die große Schwimmhalle bis zu einer endgültigen Lösung zeitnah und kostengünstig in Betrieb zu nehmen.
  2. Herr Christ-Steinicke organisiert die Bäderzeitung („AB Archiv des Badewesens“ ist Europas führende Bäder-Fachzeitschrift und das offizielle Organ der Deutschen Gesellschaft für das Badewesen e. V., Essen), aus der zusätzliche Informationen über Modelle in anderen Städten gewonnen werden sollen.
  3. Frau Eckhardt holt Beratung bei dem Architekturbüro Blass ein, welches sich auf den Schwimmbadbau spezialisiert hat.
  4. Über die Aufsichtsräte der Stadtwerke und der Gewobau (direkter Ansprechpartner: OB Burghardt) soll in Erfahrung gebracht werden, inwieweit diese beiden kommunalen Unternehmen als Betreiber des/eines Hallenbades in Frage kämen.
  5. Alle nehmen soweit möglich Kontakt zu potentiellen Sponsoren auf.
  6. Bei der nächsten Stadtverordnetensitzung wird der Fortgang der privaten Investorensuche seitens der Stadt erfragt.
  7. Herr Ginkel unterstützt eine schnelle Kontaktaufnahme mit den Rüsselsheimer Schulelternbeiräten zwecks gemeinsamer Maßnahmen.

Das Thema „Hallenbad“ steht auf der Tagesordung des Haupt- und Finanzausschuss. Die Beratungen sind öffentlich.

Sitzung: Haupt- und Finanzausschuss
Termin: Dienstag, 03. September 2013, 18:00 Uhr
Ort: Rathaus
Großer Sitzungssaal

275/11-16
10 Entwicklungsvarianten für den Bau und Betrieb einer Sporthalle und eines öffentlichen Schwimmbades
Bezug: DS 224/11-16 – Anträge zur Haushaltskonsolidierung; hier: Beschlussziffer 3

276/11-16
11 Freizeitbad An der Lache;
hier: Betriebssicherheit des Hallenbades

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