Rüsselsheim: Doch Reparatur statt Traglufthalle? Bürgerinitiative „Pro Lachebad“ will Kostenvergleich

RÜSSELSHEIM – Die Bürgerinitiative „Pro Lachebad“ ist inzwischen relativ sicher davon überzeugt, dass eine Notreparatur des Hallenbads An der Lache ähnlich teuer ist wie der weitere Betrieb der Traglufthalle bis zur Eröffnung eines Hallenbad-Neubaus 2017.
Vergleiche man die Haushaltsansätze der Jahre 2012, als das Hallenbad zuletzt voll in Betrieb gewesen ist, und 2015, für das die Kosten der Traglufthalle notiert sind, komme man auf eine Differenz von grob gerechnet 375.000 Euro, rechnet Joachim Walczuch, einer der Vertrauensleute des Bürgerentscheids für eine Reparatur des Hallenbads, vor. „Je länger die Traglufthalle steht, desto teurer ist sie“, hofft Walczuch zwar, dass wie vom Magistrat zugesagt, 2017 ein Neubau steht, geht aber persönlich eher von fünf Jahren aus.
Was genau die mindestens notwendigen Arbeiten an Brandschutz und Klimatechnik kosten werden und ob der Kostenrahmen dann durch unvorhergesehene Überraschungen nicht doch überschritten wird, sei zwar unklar. Die BI hat lediglich für die Klimatechnik ein Angebot über 87.000 Euro vorliegen. Aber unterhalte man sich mit dem Brandschutzexperten, sagt Walczuch, dann komme eine Größenordnung von rund 500.000 Euro heraus. Die BI hat daher im Dezember unterschriebenen Vertrag mit der Stadt über das weitere Vorgehen auch den Punkt formuliert, dass rechtzeitig vor Ablauf der Mietdauer für die Traglufthalle in diesem Winter über die weitere Anmietung oder eine Notreparatur beraten wird.

Nur für hoch motivierte Schwimmer

Dass dieser Kostenvergleich erst im März vorgelegt werden soll, erachtet Walczuch als Hinhaltetaktik, da Arbeiten für eine Reparatur dann erst deutlich später starten könnten.
In einem Gespräch mit dem Magistrat am 18. Februar will die BI daher in Erfahrung bringen, wie der Stand der Dinge für diesen Vergleich ist. Ebenso will man wissen, ob es Fortschritte für die Genehmigung des Haushalts durch das Regierungspräsidium gibt, auch wenn der Etat für 2015 durch die Stadtverordneten erst im März verabschiedet werden soll. Der Hallenbad-Neubau soll über eine Sondergenehmigung des RP erfolgen, da sonst sämtliche anderen notwendigen Investitionen in der Stadt auf Eis gelegt werden müssten. Auch der Stand der vorbereitenden Planungen für das neue Hallenbad soll laut BI Gesprächsthema sein.

Dass sich die BI für eine Notreparatur starkmacht, liege an den Bedingungen in der Traglufthalle, die seit Dezember über dem 50-Meter-Becken des Freibades aufgespannt ist. Wenn auch die Sportler von der Traglufthalle begeistert seien, kämen sowohl ältere als auch junge Schwimmer nicht so gut damit zurecht, schreibt die BI. Die Wassertemperatur sowie Umkleiden und Duschen seien eher etwas für hoch motivierte Schwimmer.

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